Am 30. Mai 2008 hat die Aufbau-Verlagsgruppe GmbH Insolvenz angemeldet.
Ursache hierfür ist die 1991 gescheiterte Privatisierung des Aufbau-Verlages durch die Treuhandanstalt an eine
Investorengruppe um den Verleger Bernd F. Lunkewitz.
Tatsächlicher Eigentümer des Verlags war seit Bestehen und auch über das Ende der DDR hinaus der Kulturbund
e.V. Die Treuhandanstalt veräußerte somit eine „vermögenslose Hülle“, während der tatsächliche Aufbau-Verlag
weiterhin Eigentum des Kulturbundes blieb. Das hat der II. Senat des Bundesgerichtshofes (BGH) am 3. März 2008
rechtskräftig festgestellt (Aktenzeichen II ZR 213/06). Die Investoren hatten den Erwerb der Anteile an der
Aufbau-Verlagsgruppe GmbH schon vorher wegen arglistiger Täuschung angefochten. Dadurch ist aus ihrer Sicht
die Treuhandanstalt rückwirkend zum Datum des damaligen Vertragsabschlusses wieder Gesellschafter, sprich
Eigentümer, der Aufbau-Verlagsgruppe GmbH geworden und trägt somit auch die Verantwortung für diese vermögenslose
Gesellschaft.
Die nachstehende Dokumentation fasst die Geschehnisse seit 1991 chronologisch zusammen und belegt dies anhand von
einigen Originaldokumenten aus den beteiligten Behörden (Treuhandanstalt/BVS Unabhängige Kommission zur Überprüfung des
Vermögens der Parteien und Massenorganisationen der DDR etc.) auf der einen Seite und den betroffenen Gesellschaften
(Aufbau-Verlagsgruppe GmbH, BFL-Beteiligungs-GmbH, etc.) auf der anderen Seite. So ist es dem Betrachter möglich,
einen objektiven Eindruck der tatsächlichen Geschehnisse zu gewinnen.
Für die sachliche Richtigkeit haftet der Verleger des Aufbau-Verlages, Bernd F. Lunkewitz. KETANO übernimmt keine
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